Aktuelle Meldungen rund um Gebäude, Energie und Nachhaltigkeit
Aus Leerstand wird Wohnraum
15. April 2026
In einer alten Lagerhalle stehen zwei Männer und halten Pläne in der Hand.
© GettyImages - Erik Isakson
In Deutschland besteht weiterhin ein großer Bedarf an neuem Wohnraum. Gleichzeitig gibt es in vielen Städten und Regionen leerstehende und unsanierte Gewerbeimmobilien mit wenig Nutzungsperspektive. Das bietet eine große Chance, um durch Umbau und energetische Ertüchtigung umweltschonend klimafreundlichen neuen Wohnraum zu schaffen. Das Bundesbauministerium möchte dabei unterstützen, diese Chance zu nutzen und plant deshalb zum Juli 2026 den Förderstart für das Förderprogramm "Gewerbe zu Wohnen (GzW)". Für das Jahr 2026 stehen 300 Millionen Euro bereit.
DENEFF: Energieeffizienzgesetz Novelle – Abschwächung zementiert Abhängigkeit
9. April 2026
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat einen Referentenentwurf zur Novellierung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) für die Verbände- und Länderanhörung veröffentlicht. Aus Sicht der Energieeffizienzbranche stellt dieser einen inakzeptablen, deutlichen Rückschritt dar. Ausgerechnet in einer Phase anhaltender geopolitischer Unsicherheit, explodierender Energiekosten für Industrie und Haushalte wird das Energieeffizienzgesetz als zentrales Instrument für die Energieunabhängigkeit Deutschlands erheblich geschwächt. Das Energieeffizienzgesetz setzt Anreize und Standards, um Energiekosten durch eine effizientere Energienutzung zu senken und die Verwundbarkeit durch Energiepreisschocks zu senken.
KfW-Programm „Barrierereduzierung“ startet am 8. April 2026
7. April 2026
Ab dem 8. April 2026 können wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung in Wohngebäuden beantragt werden.
Gefördert werden z. B. bodengleiche Duschen, der Abbau von Türschwellen oder der Einbau von Aufzügen. Die Zuschüsse betragen bis zu 2.500 Euro, beim Standard „Altersgerechtes Haus“ bis zu 6.250 Euro.
Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
Erste Schritte für ein Baugesetzbuch-Upgrade eingeleitet
7. April 2026
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat den Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts (Baugesetzbuch-Upgrade) in die Länder- und Verbändeanhörung gegeben. Der Gesetzentwurf enthält weitreichende Neuerungen im Baugesetzbuch, der Baunutzungsverordnung und dem Raumordnungsgesetz und geht damit einen entscheidenden Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung.
Schnieder: 500 Millionen Euro für Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern
30. März 2026
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) unterstützt ab sofort mit einem neuen Förderprogramm den Aufbau von Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern. Damit nimmt das BMV gezielt den Gebäudebestand in den Blick, um den Zugang zu Ladeinfrastruktur an den rund 9 Millionen Stellplätzen außerhalb des Straßenverkehrs zu erleichtern. Gefördert werden die Anschaffung und Errichtung von privater Ladeinfrastruktur, z.B. Wallboxen in Verbindung mit der entsprechenden technischen Ausrüstung. Auch der Netzanschluss oder notwendige Baumaßnahmen sind förderfähig. Die Förderaufrufe werden heute veröffentlicht, Anträge sind ab dem 15. April 2026 möglich.
Heizungsindustrie: Schwacher Modernisierungsmarkt bremst CO₂-Einsparung
27. März 2026
Die Modernisierung alter Heizungsanlagen hat im Jahr 2025 rund 2 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsunternehmens Frontier Economics im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).
BWP: Klimaschutzprogramm beschlossen: Offene Fragen im Gebäudesektor
27. März 2026
Die Bundesregierung hat am 25. März ihr neues Klimaschutzprogramm beschlossen. Aus Sicht des Bundesverbands Wärmepumpe bleibt vor allem im Gebäudesektor offen, wie die angekündigten Änderungen am Gebäudeenergiegesetz klimawirksam und rechtssicher unterlegt werden sollen.
Klimaschutzprogramm: Gebäudesektor bleibt Sorgenkind
26. März 2026
Das Klimaschutzgesetz verpflichtet Deutschland zu klaren Minderungszielen: minus 65 Prozent Treibhausgasemissionen bis 2030, minus 88 Prozent bis 2040 und Klimaneutralität bis 2045. Mit dem vorgelegten Klimaschutzprogramm erfüllt die Bundesregierung zwar formal ihre Pflicht – inhaltlich bleiben die Maßnahmen jedoch hinter den Anforderungen zurück.
Studie zeigt Wege zur Klimaneutralität bis 2050
24. März 2026
Die aktuellen Klimaschutzmaßnahmen der EU sind nicht ausreichend, um die Emissionsziele für 2030 zu erreichen oder bis 2050 Klimaneutralität zu gewährleisten. Zwar sorgen Fortschritte in den Bereichen Energie und Verkehr bereits für sinkende Emissionen, doch bleiben Industrie, Gebäude und Landwirtschaft die großen Problemsektoren. Das geht aus einer Studie des Öko-Instituts und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag des Umweltbundesamtes hervor.
Zulassung von Wärme- und Kältenetzen
23. März 2026
Um die Effizienz im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung zu steigern, unterstützt die Bundesregierung den Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung insbesondere durch das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG). Neben der Stromvergütung für KWK-Anlagen und der Förderung von Wärme- und Kältespeichern sieht das KWKG eine investive Förderung für Wärme- und Kältenetze vor.
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