Laut Aussage der Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat am Dienstag auf dem Tag der Immobilienwirtschaft des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) die Verlängerung des EH55-Förderprogramms angekündigt. Derzeit ist die Förderung bis zum 30. Juni 2026 befristet. Die Verlängerung soll gelten, bis die Mittel ausgeschöpft sind.
Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 800 Millionen Euro. Bisher wurden rund 27.800 Wohneinheiten mit einem Kredit- und Zuschussvolumen von etwa 2,6 Milliarden gefördert, wie eine Sprecherin des Bauministeriums auf Anfrage mitteilte. Es verbleiben rund 485 Millionen Euro im Fördertopf.
Mit der EH55-Plus-Förderung legt das Ministerium den Fokus auf bereits genehmigte Projekte, um den Bauüberhang zu adressieren. Die Anzahl geförderter Projekte sei ein Erfolg, „denn jede Wohnung zählt“, so die Sprecherin. „Es stehen weiterhin Mittel zur Verfügung, wir verzeichnen eine stetige Nachfrage nach dem Programm.“
Die Mittel werden jedoch nicht in den geplanten Höhen abgerufen. Hubertz selbst bezifferte das Potenzial des Bauüberhangs im Dezember auf 760.000 Wohnungen. Die Baubranche kritisierte nach dem Förderstart im Dezember zu hohe Zinssätze. Deshalb verringerte die KfW den Zinssatz auf nun effektiv ein Prozent pro Jahr, bei zehn Jahren Laufzeit und Zinsbindung. Gestartet war das Programm mit einem Zinssatz von 1,94 Prozent.
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