Neue BEG-Regel: Dreijähriges Kombinationsverbot zwischen BEG EM und BEG WG/NWG

Da uns dazu viele Fragen erreichen: Mit der BEG-Novelle zum 21. Juli 2026 wurde ein zeitlich befristetes Kombinationsverbot zwischen der BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) und der BEG Wohngebäude/Nichtwohngebäude (BEG WG/NWG) eingeführt. Die Regelung gilt in beide Richtungen.

Das bedeutet:

  • Wurde eine BEG EM gefördert und der Verwendungsnachweis positiv geprüft, kann für dasselbe Gebäude erst nach Ablauf von drei Jahren eine Förderung in der BEG WG oder BEG NWG beantragt werden.
  • Umgekehrt gilt dieselbe Frist: Wurde zunächst eine BEG WG oder BEG NWG durchgeführt und der Verwendungsnachweis positiv geprüft, ist eine anschließende Förderung über die BEG EM erst nach Ablauf von drei Jahren möglich.

Maßgeblich ist dabei nicht der Zeitpunkt der Antragstellung oder der Förderzusage, sondern die positive Prüfung des Verwendungsnachweises.

Die KfW erläutert hierzu einem Mitglied:

„Die Frist von 3 Jahren beginnt mit der positiven Entscheidung nach der Prüfung eines Verwendungsnachweises. Dies gilt auch für Anträge, die vor dem 21.07.2026 zugesagt wurden.“

Als Beispiel nennt die KfW:

„Wenn das BAFA am 08.02.2024 den Verwendungsnachweis für einen Zuschuss in der BEG EM positiv geprüft hat, darf ein neuer Antrag in der BEG WG/NWG erst nach Ablauf von 3 Jahren gestellt werden – frühestens ab dem 08.02.2027.“

Wichtig ist außerdem der Hinweis der KfW:

„Weitere Anträge in der BEG EM sind innerhalb der Förderhöchstbeträge jederzeit möglich.“

Praxishinweis des GIH:
Für Eigentümer und Energieberatende gewinnt die strategische Planung der Förderreihenfolge deutlich an Bedeutung. Wer perspektivisch eine Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäudesanierung plant, sollte die Auswirkungen der neuen Dreijahresfrist bereits bei der Entscheidung über Einzelmaßnahmen berücksichtigen.

Die Regelung konterkariert teilweise die Logik des iSFP. Dieser soll den schrittweisen Weg über Einzelmaßnahmen zum Effizienzhaus ermöglichen. Die neue Dreijahresfrist erschwert genau diesen Förderpfad und macht eine noch sorgfältigere Förderstrategie erforderlich.